EAN: 9783447122528

Bilder-Quelle: averdo
Das Schwedische Reich (ca. 1611-1721) war nach dem Zarentum Russland dem Osmanischen Reich und Polen-Litauen die viertgrößte Territorialmacht in Europa. Es umfasste neben den beiden Reichsteilen Schweden und Finnland auch eine Reihe Provinzen rund um die Ostsee. Diese territoriale Größe spiegelte sich auch in einer erheblichen sprachlichen Vielfalt wider: Die Bewohner des Schwedischen Reiches kommunizierten nicht nur auf Schwedisch und Finnisch sondern auch auf Samisch Latein Deutsch Niederländisch Englisch Französisch Estnisch Lettisch Livisch Karelisch Ischorisch Wotisch Russisch Dänisch oder Norwegisch. Die Beiträge des Sammelbands untersuchen in einem multiperspektivischen Zugriff (soziolinguistisch historisch literaturwissenschaftlich) die Rolle des Deutschen im Rahmen der gesellschaftlichen korporativ-institutionellen und individuellen Mehrsprachigkeit im Schwedischen Reich. Beleuchtet werden dabei historische Domänen Kontexte und multilinguale Praktiken an denen das Deutsche im Schwedischen Reich beteiligt war. In den Blick kommen die frühneuzeitliche Adelskultur der akademische Kontext die kirchlich-religiöse Domäne städtische Privilegien und der Handel. Das Themenspektrum reicht von der Sichtbarkeit des Deutschen in der Sprachlandschaft des Schwedischen Reichs über die Verwendung des Deutschen in bestimmten Textsorten bis hin zum Einfluss deutscher Personennamen auf das schwedische Namensystem. In Summe liefert der Band ein umfassendes Bild der vielschichtigen Gebrauchskontexte des Deutschen im hochgradig mehrsprachigen Schwedischen Reich der Frühen Neuzeit.
Produktinformationen zuletzt aktualisiert am
26.02.2026 um 19:12 Uhr


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9783447122528
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